und der Alcayde und die Beſatzung dem alten Fürſten ſehr ergeben.
Dieß war der Ort, welchen ſich Muley Aben Haſſan zur Freiſtätte erkohren. Seine erſte Sorge war, alle ſeine Schätze dahin zu ſchicken, ſeine nächſte, dort ſelbſt hinzufliehen, ſeine dritte, den Befehl zu geben, ſeine Sultane Zorayna mit ihren zwei Söhnen ſolle ihm folgen.
Mittlerweile ſetzte Muley Abdallah El Zagal ſeinen Zug, von ſeinen dreihundert Reitern begleitet, nach der Hauptſtadt fort. Die Straße von Malaga nach Gra⸗ nada windet ſich dicht an Alhama vorbei, und wird von jener Feſte beherrſcht.
Dieß war, ſo lange Alhama von dem Grafen de Tendilla befehligt ward, ein ſehr gefährlicher Paß für die Mauren geweſen. Nicht ein Wandrer konnte ſeinem Adlerblick entgehen; und ſeine Beſatzung war immer zu einem Ausfall bereit. Der Graf de Tendilla war aber von ſeinem gefährlichen Poſten entſetzt, und dieſer dem
Clavero oder Schatzmeiſter des Calatraven⸗Ordens Don
Gutiere de Padilla übergeben worden. Dieß war ein ruhiger, ſtiller Mann, der dreihundert tapfre Ritter ſeines Ordens und noch viele Lohnſoldaten unter ſeinem Befehle hatte. Die Beſatzung war in ihrer Kriegszucht heruntergekommen, die Ritter waren tapfer im Gefecht und kühn auf dem Streifzug, aber vertrau⸗ ten ſich zu ſehr, und waren nachläßig in den Vorſichts⸗ maßregeln. Kurz vor El Zagal's Zug war eine Anzahl dieſer


