Münchhanſens Biographie. 127
richtete ich mein Augenmerk auf alle Kleinigkeiten, verbeſſerte, baute, ſorgte und ließ es an nichts fehlen, um den glaͤnzen⸗ den Namen eines Vaters des Vaterlandes zu verdienen. Die Erfahrung lehrt zwar, daß dieſer Titel bei Lebzeiten ſo leicht zu erhalten ſteht als eine Oberſtallmeiſterſtelle bei dem ehemals zu Wilhermsdorf im Frankenlande regierenden Grafen von Limburg⸗Styrum, soidisant Herzog von Hol⸗ ſtein⸗Brenkhorſt. Selbſt Nero blutgierigen Andenkens hat jenen erhabenen Namen wohl von mehr als einem Poeten hören muͤſſen; aber es iſt bekannt, daß die Nachwelt dieſe dichteriſchen Epitheten ſehr zu corrigiren pflegt, weil nach einem deutſchen Kernſprichwort der Hund nicht mehr beißt, wenn er todt iſt. Mir war es hingegen nicht um den leeren Titel ſondern um die Sache ſelbſt zu thun, wie folgende Anſtalten zeigen werden.
Erſtens naͤmlich ſah ich am Rathhaus eine Sonnenuhr, welche durch den Regen außerordentlich viel litt. Ich fiel daher auf ein ebenſo adaͤquates Mittel als diejenigen ſind, welche man nach den Vorſchläͤgen der Herren H. H⸗ H. bei dem Sonnenzeizer der Aufklärung anwenden ſoll, um die falſche Richtung deſſelben zu hemmen. Sowie naͤmlich dieſe Herren vorſchlagen die Aufklaͤrung unter die unmittelbare Protection der Jeſuiten zu ſtellen, ſo ließ ich auch die Sonnenuhr, ne respublien quid detrimenti capiat,


