70 S die Ihrige uͤber.. Kann man ſo etwas ſicher verheimlichen?„
Vietor giebt ſich alle Muͤhe, ſeine Geliebte zu beruhigen, er druͤckt ſie an ſeine Bruſt, unterbricht ihre Rede mit ſeinen Kuͤſſen.— D, mein Gott! ſagt Erneſtine, warum muß ſo viel Gluͤck mich zur Verbrecherin machen?.. Ach! warum bin ich ſo ſchwach!..
In dieſem Augenblick laͤßt ſich ein leichtes Ge⸗ raͤuſch hinter der nahen Hecke vernehmen. Erne⸗ ſtine ſtoͤht Victor an: Haben Sie gehort? fragt ſie.— Ja, aber ich glaube, es iſt nur der Wind, der mit den Blaͤttern ſpielt..— Nein, nein! ich glaube Schritte gehoͤrt zu haben.— Sie irren ſich;. Sie ſehen ja wohl, es iſt Niemand da.— Dem ſei, wie ihm wolle, ich kann nicht langer hier bleiben.. Ich ſterbe vor Angſt... Laſſen Sie mich, mein Freund.— Noch einen Augenblick!— Rein, ich muß an meinen Bruder ſchteiben, ich bitte, halten Sie mich nicht laͤnger


