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15 8 denſchaft nicht widerſtehen kann, ſo glaube ich, iſt ſie nicht Herrin genug uͤber ſich, nur ein we⸗ nig zu lieben, ſie muß dann leidenſchaftlich lieben, und findet eben darin ihre Strafe.— Ihre Strafe? wie ſo das?— Weil ſie dann bald nur allein liebt Und was bleibt ihr dann? eine Liebe, die ihr zur Folter wird, und Gewiſſensbiſſe, die nichts beſaͤnftigen kann.— Ach! gnaͤdige Frau, koͤnnen Sie glauben, daß man aufhoͤren koͤnnte, Sie zu lieben?— Warum ſollte ich die einzige Ausnahme machen; ich habe nicht Eigenliebe genug, um dies zu glauben; ich kenne mich und finde mich nicht huͤbſch genug, um eine ewige Leidenſchaft zu er⸗ wecken; ich finde ſelbſt nichts an mir, was Je⸗ mand anziehen kann, der gewohnt iſt, der Schoͤn⸗ heit ſeine Huldigungen darzubringen. Ja, wenn man mir eine Liebeserklarung macht, moͤchte ich vielmehr glauben, daß man uͤber mich ſpottet.— O, wie falſch beurtheilen Sie ſich.— Nein, nein! ich finde mich keinesweges huͤbſch.— Glauben Sie


