= 353 85 ungluͤcklich machen ſoll; im Gegentheil... ich weiß wohl, daß Victor nicht an mich denkt.
und ſuche ich ihn denn auf?.. er koͤmmt zu mir und dann ſeufzt er. iſt traurig und ich weiß nicht, wenn er ſeufzt, zittre ich beinahe jedes⸗ mal vor innerem Vergnuͤgen... und das ſoll alles aufhoͤren?.. weil ich eine Waiſe bin, weil Va⸗ ter und Mutter mich verlaſſen haben, ſoll ich Nie⸗ mand lieben, mir ſcheint es aber, gerade, weil ich von Niemand abhaͤnge, kann ich frei uͤber mein Herz gebieten, denn es geht mich ja nur allein an.
Das vernuͤnftigſte Maͤdchen findet immer Gruͤn⸗ de fuͤr ihres Herzens Wuͤnſche, und Magdalene fand eben die triftigſten dafuͤr auf, Victor kuͤnftig nicht zu fliehen, als dieſer ſo eben vor ihr er⸗ ſchien.
Sein plotzliches Erſcheinen, ſeine Gegenwart bringt Magdalenen gerade jetzt in die lebhafteſte
Verwirrung: ſie bildet ſich ein, Victor muͤſſe auf
uſter Theil.. 23


