Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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hat, ſchließt er das Fenſter, nimmt dann ſeinen Hut und begleitet mich. Wir gehen in eine Boulevards⸗ Reſtauration. Aengſtlich ſehe ich unterwegs auf alle Perſonen, die uns begegnen.

Mehr als ein Mal laſſe ich Carotins Arm fahren und laufe einer Frau nach, in deren Geſtalt und Gang ich Roſa zu erkennen glaube. Mit einem Male ſehe ich einen Mann quer über die Straße gehen, der mir wie Fournichon ausſieht. Ich laufe, ergreife ſeinen Arm und rufe:

Ah, Sie entwiſchen mir nicht!

Der Mann ſieht ſich erſchreckt um, und ich ſehe das Geſicht eines Menſchen, das mir völlig unbe⸗ kannt iſt.

Verwirrt entſchuldige ich mein Verſehen und gehe zu Carotin zurück, der mir ſagt:

Wenn Du Dich auf der Promenade ſo beträgſt, wie in dieſem Augenblicke, werde ich nicht mehr mit Dir ausgehen. Den Frauenzimmern ſiehſt Du unter die Naſe und die Männer hältſt Du von hinten bei den Röcken feſt. Wahrſcheinlich machſt Du hinter⸗ liſtige Geſchäfte.

Ach, mein Gott, man findet nicht immer, was

man ſucht. Wenn Du mir einen Gefallen thun willſt, ſo ſperre Deine Augen beſſer auf und verhalte Dich ruhig; denn in dem Augenblicke, wo man es am wenigſten vermuthet, können Roſa und Fournichon an uns vorbeigehen. Ich bin nicht Deiner Anſicht, Carotin; ich