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„Das iſt nicht gewiß! Alſo kurz, willſt Du mir helfen oder nicht?“
„Ich will immer! Zu Fuß, zu Pferde, zu Wa⸗ gen, ſelbſt im Omnibus, wenn es die Freundſchaft erfordert!“
„Gut, ſo müſſen wir Roſa aufſuchen!“
„Abgemacht! Wir wollen ganz Paris durch⸗
ſuchen, wenn es nöthig iſt. Ich habe Dir zwar meine Meinung über dies Frauenzimmer geſagt; aber ich ſtehe dennoch zu Deinen Dienſten.— Teufel! Juno hat Furcht gehabt, daß Du ihren Vollmond ſiehſt! Wenn ſie noch roth werden könnte, würde ich das begreifen— aber ſie wird ſchon lange nicht mehr roth.
„Xpropos, haſt Du Nachricht von Deiner Katze? Kratzt ſie noch? Hat Papa Mimi noch immer leichten Gang?“
„Carotin, ich denke jetzt nur an Roſa. Wenn Du Fournichon ſiehſt, laß ihn nicht entwiſchen. Iſt ſie bei ihm, muß er uns ihre Adreſſe geben.“
„Alſo aufgepaßt auf Fournichon! Sehe ich ihn,
ſtürze ich auf ihn los; ich klammere mich an ihn, wühle mich in ſeine Kleider und zerreiße ihn in Stücken, wenn er mir entfliehen will; führt ihn der Zufall in einem Tilbury mir entgegen, erklimme ich den Sitz und laſſe den flüchtigen Fahrer halten!“ „Armer Vater Meunier! Könnten wir dir doch recht bald deine Tochter zurückgeben!“ „Wir werden ſie ihm zurückgeben— wenn ſie


