—
187
„Herr Fvurnichon, ich muß Ihnen etwas bevor⸗ worten: die Maler ſind von Natur Spottvögel; aber vor Künſtlern hegen ſie Achtung, denn ſie ſagen, ein Wolf frißt den andern nicht. Ich werde Sie als Künſtler einführen, damit man mehr Achtung vor Ihnen hat.“
„Herrlich herrlich! Sagen Sie, daß ich male.“
„Das wäre unklug, man könnte Sie auf die Probe ſtellen: ſind Sie muſikaliſch? Spielen Sie irgend ein Inſtrument?“
„Ich habe einmal die Flöte angefangen; aber mein Lehrer ſagte, ich hätte kein Gehör, und da habe ich ſie liegen laſſen.“
„So geben wir Sie ganz einfach für einen dra⸗ matiſchen Künſtler aus, für ein großes Talent aus der Provinz, das Feien hat. 4
„Recht ſo, ich will ein Schauſpieler ſein; dies macht zu nichts verbindlich, und nichts beweiſt das Gegentheil.“
„Noch eins: Muß ich bei Ihren Kameraden auch die Redensart anwenden, die Sie mir neulich einmal bezeichneten— das Wort, was jetzt Mode iſt:„Seit wann denn?“
„Gewiß! Da werden Sie einen hohen Begriff von Ihnen bekommen.“
„Allons, meine Herrn, machen wir uns auf den Weg!“


