Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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nicht, ſie wiederzufinden! Jetzt ſchmerzt es mich, daß ich ſie noch einmal geſehen habe; denn der Gedanke an ſie ſchuf mir liebliche Träume und ſüße Vorſätze, ich malte mir eine glückliche, ſelige Zukunft. Doch das Alles iſt jetzt verſchwunden.

Wie biſt Du denn, Bergeval? Du wunderſt Dich, daß ein Weib ein liebenswürdiges Weſen er⸗ heuchelt, um uns zu fangen, und ſich ſpäter in der Geſtalt zeigt, wie es die Natur erſchaffen? Ach, mein heſter Freund, ich hätte Dir mehr Kenntniß des menſchlichen Herzens zugetraut! Was Dich überraſcht, iſt mir ſchon mehr als hundert Mal begegnet.

Iſt's möglich!

Höre zu:

Eines Tages kaufe ich mir ein Paar Handſchuhe zu 29 Sous; ich bin gerührt, hingeriſſen und er⸗ ſtaunt über das liebe, verſchämte Geſichtchen der jungen Mamſell, die mich probiren läßt nämlich die Handſchuhe. Ich will ihr mit dem Finger die Wange kneipen, ſie wird roth bis an die Ohren. Da glaube ich einen ſeltenen Vogel aus dem Neſte zu heben, und denke: Ich werde dieſem jungen Veil⸗ chen den Hof machen, achtzehn Monat ſoll ſie mir duften, ehe ich ſie pflücke!

Am andern Morgen gehe ich in den Wald von Vincennes, um zu botaniſiren Du weißt, daß das Botaniſiren von jeher meine Leidenſchaft war, obgleich ich unter den Pflanzen das Gras von dem

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