Teil eines Werkes 
1. Theil (1837)
Entstehung
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Erſtes Kapitel. Furcht, Schrecken, Unglück⸗ 6

Hi! hi doch, Zephir!... Muth, mein Dicker; trabe noch eine kleine Stunde, ſo ſind wir zu Hauſe;Ach!. nun du tummelſt dich doch endlich!... das iſt ein großes Glück!... du fängſt an, den Stall zu wittern, ich ſeh's ſchon...

So unterhielt ſich Vater Lukas mit ſeinem Gaul und be⸗* mühte ſich, immer dem Wege von Louvres nach Ermenonville folgend, durch dieſe Geſpräche, die häufig von ausdrucksvollem Geberdenſpiel begleitet waren, ſeinem Zephir Muth zu machen, der aber darum nicht ſchneller lief.

Plötzlich wurde die Laſt des armen Thieres um ein neues Ge⸗ 3 wicht vermehrt, es macht einen Sprung und geht einige Zeit im Galopp, was ihm in einem Jahre nicht zweimal vorkam; allein

die Heftigkeit der Erſchütterung ſchien ihm Flügel gegeben zu haben; Lukas will ſchreien... zwei kräftige Arme umfaugen ihn und drücken ihn ſtark; der arme Landmann, von Schrecken ergriffen, 6. glaubt den Teufel hinter ſich auf dem Sattel zu haben und iſt

nicht mehr im Stande, zu ſprechen; er überläßt ſich ſeinem Ge⸗ ſchick, dem Roß die Zügel und ſchließt die Augen, um ſei Reiſegefährten nicht zu ſehen. Indeſſen hatte Zephir weder Kraft noch Luſt lange pirenz zudem wurde der Boden ſandig, und dies lähmt ſeine Kräfi; er verfiel daher wieder in ſeinen gewöhnlichen Schritt Arme, welche Lukas umſchlungen hielten, lösten ſich u ießen ihn freier athmen. Ein ſtarſes Lachen er im 9