Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
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1. Kapitel. Der Luftballon.

Immer mehr Truppen fanden ſich um Paris zuſammen, und an die Armee des preußiſchen Kronprinzen ſchloß ſich die des ſächſiſchen Thronfolgers an. Schon begann in der Hauptſtadt ſich das drückende Gefühl des Belagerungszuſtandes bemerkbar zu machen. Wem es möglich war, der wanderte aus und ſuchte ſich in friedlicheren Gegenden ein zeitweiliges Unterkommen.

Die Herzogin Iduna von Montalto wollte ſich den Gefahren nicht entziehen die ihr in Paris drohten. Ihr Mann war ein warmer Anhänger des abgeſetzten Kaiſers geweſen, und alle Per⸗ ſonen, die mit dem Herrſcherhauſe in Verbindung ſtanden, waren bei dem Volke verhaßt. Mit Iduna jedoch ſtand es anders, ſie hatte ſich durch unzählige Wohlthaten die Liebe der Armen er⸗ worben, und kaum von ihrer ſchweren Krankheit geneſen, gab ſie den Befehl Mehl, Reis, Hülſenfrüchte und Kartoffeln einzukaufen, Fleiſch in Salz zu legen, Fiſche zu trocknen und Alles vorzube⸗ reiten, um die Unglücklichen unterſtützen zu können, die zu arm waren, ſich Vorräthe anzuſchaffen Helene half ihr bei dieſen from⸗ men Beſtrebungen: dennoſeit kurzer Zeit fühlte ſich ihr Schützling Rafael Gambi kräftig genug, um ihrer Pflege nicht mehr zu be⸗ dürfen.

Laſſen Sie mich fort, bat er ſie, Ihr Vaterland iſt in Gefahr, und ich fühle mich verpflichtet, es vertheidigen zu helfen.

O nein, bat Helene, ſtürzen ſie ſich nicht in dieſen ver⸗

D. V. Th. II. 1