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Zweifache Treue : Erzählung / von L. Kruse
Entstehung
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477 wie abgeſtorben, in der ſeinigen blieb, und ſchloß mit kraͤftiger Stimme: vund

ſo verzeihe ich einer wilden Leidenſchaſt,

die auch, nur nicht verderblich, in meiner Bruſt ſtürmte; und werde jetzt Ihre da⸗

malige Frage; was Sie mir zu verdan⸗

ken haben ſollten? erwiedern. Wenn Sie

den Werth dieſer trefflichen Frau, ihre

Beharrlichkeit, ihre duldende Treue, ihre zarte Sorge, ihre fromme Geduld zu wuͤr⸗ digen wiſſen, brauche ich keine weitere Antwort. In meine Hand hat ſie ver⸗ ſprochen, was Sie Ihnen uͤber allen Aus⸗ druck gehalten. Was hat ſie dagegen Ih⸗ nen zu verdanken gehabt? Verzeihen Sie dem verſoͤhnten Feind dieſe einzige bittere Frage. Moͤge Ihr Gemuͤth Kraft und Willen beſitzen, ihr die hingeopferte Ju⸗ gend zu erſetzen« Da war es, als entſtinde eine plot⸗ ſiche Spannung in Soellands Seele, die 12