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Zweifache Treue : Erzählung / von L. Kruse
Entstehung
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hende Farbe nicht ihre Zuge. Roth wa⸗ ren eigentlich nur die ſchwellenden Lip⸗ penz aber jede Wange ſah dem erro⸗ thenden Kelch einer weißen Roſe aͤhnlich. Aus ihren Augen ſtrahlte eine geiſtige Geſundheit, die über die koͤrperliche zu beruhigen ſchien. Die Mutter betrach⸗ tete ſie oft mit ruhiger Freude, mit heimlichem Triumph. 3 Seht Ihr, anborg 4c ſagte ſie nnhi als die wie zuvor hausgewohn⸗ te Wittwe bei ihr vorſprach und ſie al⸗ lein antraf: diesmal habt Ihr Euch doch wohl getaͤuſcht. Sollte nicht auch meiner Fanny das Gluͤck der 6

werden Die alte Frau Ser ten reni ch weiß nicht, Mutter mein,« er⸗ wiederte ſie, vor ſich hin ſtarrend, vwie das Geſchick der Schweſtern geſtellt iſt. Dafür mag Gott ſorgen. Run ja! ſie