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und Kaſernen. Zank und Zotenlieder, Lärm und Lachen tobten durch die unſauberen Gaſſen, und auf den Tanz⸗ böden. Das beſiegte Ca ira ſpielte zu luſtiger Erinne⸗ rung immer wieder aus den Wirthshäuſern. Dazu läu⸗ teten die Glocken; eine feierliche Dankproeeſſion wallte durch die Straßen, und das unbefriedigte Volk, zu allem Aufregenden getrieben, ſchloß ſich in unabſehbaren Reihen betend an. Patrouillen, die der noch ſo leicht aufwal— lenden Unordnung wachten, durchkreuzten die Proceſſion. Die Litaneien der Andächtigen, Spottlieder der Zechenden vermiſchten ſich ſeltſam, und zwiſchen den Gläubigen, die, ſich bekreuzend, vor dem rothen Baldachin des Weih⸗ biſchofs niederknieten, ſtanden rauchend und lachend über⸗ müthige Preußen. Leidenſchaftliche Wallbrüder ſchlugen mit ihren brennenden Fackeln nach den Spöttern, und dieſe zogen ihre Seitengewehre: wenig fehlte, daß nicht Mord und Todtſchlag das Dankfeſt beſchloſſen hätten.
Bei Hofe war große Vorſtellung. Der Kurfürſt hatte das deutſche Haus, das vor und unter der Belage⸗ gerung unverſehrt geblieben war, bezogen. Die Gitter⸗ thore ſtanden weit geöffnet; zwiſchen ihren ſteinernen Pfei⸗ lern fuhr die Gala der Hoffähigen ein, und füllte den weiten Hofraum des ſchönen Gebäudes. Durch die offe⸗ nen Fenſter des großen Ritterſaals erblickte man das Gewimmel der zurückgekehrten Uniformen. Auf den be⸗ tränzten Balkon der ſchattigen Rheinſeite des Palaſtes war die Gräfin Coudenhove mit den übrigen Freundinnen des Fürſten herausgetreten, die erquickende Luft des grü⸗ nen Stroms mit großen Fächern zu fangen. Sie ſahen fremd und ſchnöde herab, als der Baron in ſeiner offenen


