Ein großer Eindruck blieb, als der Redner unter lär⸗ mendem Beifall der Clubiſten die Tribune verließ, unter den Zuhörern zurück; nur war derſelbe nicht überzeugend und hinreißend, vielleicht ſchon, weil die Rede auf den Pöbel und die Verſtändigen zugleich berechnet war, und daher Falſches und Wahres, Skandal und Geheimniſſe, trübſelige Erinnerungen und koſtbare Zuſagen gleich einem Strom vorüberwälzte, und bald ſchmutzigen Schaum ge⸗ ſchmackloſen Ausdrucks, bald eine Glanzwelle hoher Be⸗ redtſamkeit emportrieb. Man fühlte ſich mehr wie von einem Eisgange, der eine große Zerſtörung mit ſich reißt, beängſtigt, als von einem Strome gelockt, dem man im Abglanze des heitern Himmels ſeine Güter anvertrauen möchte.
Nur den Sieg hatte Hofmann gewonnen, daß die nach ihm Sprechenden keinen Eindruck mehr auf die nach⸗ ſinnenden Gemüther machen konnten.— Wedekind, der zuerſt auftrat, blieb ſchon mit ſeinem ſchwächeren, klang⸗ loſen Organ hinter ſeinem Vorgänger zurück; auch bot ſeine Rede über die Nothwendigkeit einer Revolution in Mainz weniger Inhalt, und die heftigen, ſchmähenden Stellen entbehrten Hofmann's ſaftigen Ausdruck.
Vollends der dritte Redner, Pape, brachte ſchon durch ſein bloßes Erſcheinen viel ſtrenggeſinnte Zuhörer gegen ſich auf. Kanonikus und Profeſſor zu Arnsberg war Pape, um eine freiere Wirkſamkeit zu erlangen, nach Kolmar ausgewandert, dort Director des Nationalſemi⸗ nars geworden, und jetzt als Kommiſſar des oberrheini⸗ ſchen Departements mit Euſtine's Armee nach Mainz ge⸗ kommen. So ruhig er und nicht ohne Würde über die
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