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nachdem ſeine Vorſtellungen und Anſichten von dem Für⸗ ſten und dem Hofe ſich verändert hatten. Ohne Standes⸗ genoſſen, wie er ſich hier fand, und von wildem Getöſe umgeben, fühlte er eine gewiſſe ariſtokratiſche Verſchämt⸗ heit, ſich auf der Galerie zu befinden, wo ſonſt bei man⸗ chen Feſten und Feierlichkeiten bürgerliches Beamtenthum oder untergeordnete Familien aus beſonderer Gunſt als Zu⸗ ſchauer zugelaſſen wurden. In ſeiner Verlegenheit blickte er nach dem großen Plafond-Gemälde in der Einfaſſung koſtbarer Stuckarbeit, oder beugte ſich über das umlau— fende broncirte Geländer, die 32 Säulen vom ſchönſten grünlichen, weißdurchäderten Gypsmarmor zu zählen und die weißen, reichvergoldeten Kapitäler, auf denen die Ga⸗ lerie aufſaß, zu betrachten. Durch die großen Fenſter in Rundbogen zwiſchen den Säulen, über die Zwiſchenfelder der Wand von violettem Marmor und gelber Einfaſſung ſtahlen ſich, wie verdroſſen, die letzten Tageslichter aus dem lärmenden Saale. Unter den angezündeten Kron⸗ leuchtern vermehrte ſich Lärm und Gelächter der Clubiſten im Saal, und der Baron, heut alles Widerwärtige auf⸗ zuſpüren getrieben, konnte es nicht laſſen, ihre neufränki⸗ ſchen Anzüge mit der ehemaligen Hofkleidung, und ihr rückſichtloſes Betragen mit dem vormaligen Ceremoniel zu vergleichen. Dieſelbe Pracht des Saales, die noch jüngſt Majeſtäten und Fürſtlichkeiten mit Glanz umgeben hatte, ſtrahlte jetzt mit gleicher Hoheit auf dies gemeine Treiben herrſchſüchtiger Männer, die ſich Volksfreunde nannten. Welch' ein Abſtich von Sonſt und Jetzt in der⸗ ſelben Einfaſſung! Und welches bange Räthſel der Zu⸗ kunft drängte ſich in dieſen Vergleich!
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