Teil eines Werkes 
3. Theil (1847)
Entstehung
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10 Wart' nur! Ich gebe den Wein dazu ſagte Garz

weiler, und zog die Schelle. Ich vergaß ganz, wie man

Kapuziner behandeln muß, wenn ſie ſprechen ſollen.

Die junge Magd, die ſchon auf die Schelle abgerich⸗ tet war, kam gleich mit einer geſiegelten Flaſche und gu⸗ tem Zwieback. Garzweiler beſtellte ein Gedeck Mittag für den Mönch. Du weißt, es iſt heut Faſttag! ſagte er. Ich kann dir keinen Braten zum Wein anbie⸗

ten. Worauf Hilarion, der Magd nachſehend, erwi⸗ derte:

auf den

Ei, ei! Du machſt dir das Faſten und die Abſtinenz gar zu ſchwer, Ignaz, da du dich von Fleiſche bedienen läſſeſt.

Meine Alte, verſetzte Garzweiler gleichgiltig, hat mich verlaſſen, belauſcht und belugſt. Sie iſt mit dem Adel entflohen. So vornehm war ſie durch Bedienten des kurfürſtlichen Leibarztes geworden. habe ich mir die junge,

ſo blühendem

den Nun hübſche Perſon genommen, die mehr auf den Spiegel, als auf mein Thun und Laſſen Acht gibt, und die mich bei den Franzoſen in den Arg⸗ wohn einer Herzensſchwäche bringt, dahinter ich meine Politik verbergen kann. Du ſiehſt, ſetzte er ſchlau hin zu, ich bin ganz offenherzig gegen dich. Ja, ja! Die hübſche Magd dient mir, wie dir der Querſack für ver ſtohlene Gänge.

Du warſt doch von jeher ein Pififfikus! lachte der Mönch; machte ſich aber zugleich luſtig darüber, daß Garzweiler an dem Schäfchen, mit dem er die Franzoſen betrügen wolle, ſelbſt geſchoren werde; wobei

er an den jungen Offizier im Hausärn erinnerte.

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