Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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Antrag, und beredete das Weitere mit ihm; wobei ſich Jean Baptiſt höchſt uneigennützig finden ließ. Doch weder der geringen Foderung noch des freien Anerbietens ſelbſt verwunderte ſich die alte Dame; wie denn vornehme Leute, im Bewußtſein ihrer Anſprüche, ſelbſt die unerwartetſte Dienſtleiſtung der Niedern unter allen Umſtänden in der Ordnung finden.

Anders nahm es Cäcilie auf, nicht ohne ein heim liches Wohlgefallen an dem ſchönen und muthigen Schif fer, deſſen naive Zuneigung und Ergebenheit ihr ungemein ſchmeichelte. Indem ſie dabei aber ſeines Standes nicht vergaß, war ſolche Erſcheinung ganz gemacht, ein eben ſo ſtolzes als reizbares Herz in die allerſeltſamſte Verwirrung zu ſetzen, die unter Umſtänden gefährlich genug werden konnte

Da Jean Baptiſt übernommen hatte, für das Abho⸗ len der Sachen zu ſorgen, ſo ließ die Baronin fleißig packen, und Cäcilie übernahm in Begleitung eines Bedien⸗ ten die Ablieferung an dem bezeichneten Landungsplatze. Erſt hier ſollte ſie recht einſehen, welche große und uneigennützige Gunſt ihr Jean Baptiſt in ſeiner Weiſe geleiſtet hatte.

Denn die Angſt und das Drängen der Fliehenden war außerordentlich. Das Lärmen und Laufen in den engen Gaſſen, das Verpacken und Hämmern an den Ver⸗ ſchlägen, das Aufſchroten von Fäſſern, dies übereilte Auf⸗ laden und Abfahren, das Schreien der Laſtträger und Zu⸗ rufen der Fuhrleute, der zürnende Befehl ungeduldiger Herrſchaften und der kecke Trotz der Dienſtleiſtenden, die ohne doppelte, dreifache Bezahlung nicht Hand und Fuß rührten,

Koenig, Clubiſten in Mainz. I1 26