393
dorfs mie ſie einander anlächelten. Der Graf von Walderdorf agte behielt noch die beſte Haltung, und ſprach mit Einſicht hbot⸗ und Verſtand über die Verhältniſſe, mit denen er durch Wel dieſe Sendung in Berührung geſetzt würde. Die beiden inchen Andern thaten verſchiedene Fragen über die Zeit ihrer Dri Reiſe, über die Zahl ihres Gefolges u. dgl. Zuletzt em⸗ en und pfahlen ſich alle Drei mit Worten des Dankes und mit mooer Verſicherungen der Ergebenheit; worauf ihnen der Kurfürſt die re⸗ noch nachrief: Sie werden mir an den Ehrengeſchenken, Politik die Sie mitbringen, nachweiſen, wie ſchwer oder leicht Sie ntaten den Höfen imponirt haben. Sparen Sie ja nichts! Das wenig goldene Mainz muß diesmal glänzen. Es wird freilich ter den einen Riß in unſere Finanzen machen; aber das Land iſt it in⸗ es ſich ſchuldig. Wir ökonomiſiren dann auch wieder! 6 Ge Nach dem Abgang der Herren kam die Gräfin lachend zum Vorſchein.— Sie haben die rechten Leute getroffen! rief ſie.
Ich denk's! antwortete zunickend der Fürſt. Ich habe ihnen ſo viel Schönes geſagt, daß ſie ſich einſtweilen im Kopfnicken üben konnten, um zu meinen Geldforderungen im Kapitel lebhaft Ja zu ſagen. Sie werden ſich nun wol im eigenen Intereſſe um eine Majorität für meine Vor⸗ ſchläge im Kapitel bemühen.
Und was es für eine Unruhe in der Stadt abſetzen wird! lachte die ſchöne Frau. Bis die Herren zu all' ihren Bekannten fahren, um— ihr Pfauenrad zu ſchlagen—
Und das Rennen und Laufen und Scherwenzeln der Gra⸗
tulanten und Derer, die mitgenommen ſein wollen— Es wird ihnen nicht an Gefolge fehlen und an guten Leuten! meinte der alte Herr


