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Körners Gedichte
Entstehung
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Da keuchte der Junker vom Steine!

Herr Marſchall, gefiel es, ſo möchten wir hier Ein Weilchen erſt ruhen, und trautet ihr mir, So ſpräch ich ein Wort, wie ich's meine.

Der Marſchall, ſenkend ſein blankes Schwert, Hält an und hört Die Rede des Junkers vom Steine: Herr Marſchall, was haun wir däs Leder uns nund? Weit beſſer bekäm' uns ein friedlicher Bund, Der brächt' uns auf Einmahl in's Reine.

Wir haun, als hackten wir Fleiſch zur Bank, und keinen Dank Hat doch wohl der blutige Sieger. Laßt wählen das Fräulein nach eigenem Sinn, und wen ſie erwählet, der nehme ſie hin! Vey'm Himmel, das iſt ja viel klüger!

Das ſtand dem Marſchall nicht übel an. Ich bin der Mann! So dacht' er bei ſich, den ſie wählet. Wann hab' ich nicht Liebes gethan und geſagt? Wann hat's ihr an Allem, was Frauen behagt, So lang' ich ihr diene, gefehlet?

Ach, wähnt er zärtlich, ſie läßt mich nie! Zu tief hat ſie Den Pecher der Liebe gekoſtet! O Männer der Treue, jetzt warn' ich euch laut: Zu feſt nicht auf Biedermannswörtchen gebaut, Daß ältere Liebe nicht roſtet! 6*