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Wenn ſich im Kampfe tobender Parteien
Die Stimme der Gerechtigkeit verliert;
Wenn alle Laſter ſchamlos ſich befreien, Wenn freche Willkuͤr an das Heil'ge ruͤhrt, Den Anker loͤst, an dem die Staaten haͤngen: — Da iſt kein Stoff zu freudigen Geſaͤngen.
Doch, wenn ein Volk, das fromm die Heerden weidet, Sich ſclbſt genug, nicht fremden Guts begehrt,
Den Zwang abwirft, den es unwuͤrdig leidet,
Doch ſelbſt im Zorn die Menſchlichkeit noch ehrt,
Im Gluͤcke ſelbſt, im Siege ſich beſcheidet:
— Das iſt unſterblich und des Liedes werth.
Und ſolch ein Bild darf ich dir freudig zeigen,
Du kennſt's, denn alles Große iſt dein eigen.
Dem Erbprinzen von Weimar, als er nach Paris reiste.
In einem freundſchafttichen Cirkel geſungen.
So vringet denn die letzte volle Schale Dem lieben Wandrer dar,
Der Abſchied nimmt von dieſem ſtillen Thale, Das ſeine Wiege war.
Er reißt ſich aus den vaͤterlichen Hallen. Aus lieben Armen los,
Nach jener ſtolzen Buͤrgerſtadt zu wallen Vom Raub der Laͤnder groß.


