440 Der Metaphyſiker.
„Wie tief liegt unter mir die Welt!
Kaum ſeh' ich noch die Menſchlein unten wallen.
Wie traͤgt mich meine Kunſt, die hoͤchſte Dnter allen, So nahe an das Himmelszelt!“
So ruft von ſeines Thurmes Dache
Der Schieferdecker, ſo der kleine große Mann,
Hans Metaphyſikus, in ſeinem Schreibgemache.
Sag' an, du kleiner großer Mann,
Der Thurm, von dem dein Blick ſo vornehm niederſchauet, Wovon iſt er— worauf iſt er erbauet?
Wie kamſt du ſelbſt hinauf— und ſeine kahlen Hohn, Wozu ſind ſie dir nuͤtz, als in das Thal zu ſehn?
Die Weltweiſen.
Der Satz, vurch welchen alles Ding Beſtand und Form empfangen;
Der Kloben, woran Zeus den Ring Der Welt, die ſonſt in Scherben git Vorſichtig aufgehangen—
Den nenn' ich einen großen Geiſt, Der mir ergruͤndet, wie er heißt, Wenn ich ihm nicht drauf helfe— Er heißt: Zehn iſt nicht Zwolfe.
Der Schnee macht kalt, das Feuer brennt, Der Menſch geht auf zwei Fuͤßen, Die Sonne ſcheint am Firmament—


