Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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Jugendlich milde Beſchwebt die Gefilde Ewiger Mai; Die Stunden entfliehen in goldenen Traumen, Die Seele ſchwillt aus in unendlichen Räumen, Wahrheit reißt hier den Schleier entzwei.

Unendliche Freude

Durchwallet das Herz. Hier mangelt der Name dem trauernden Leide Sanftes Entzuͤcken nur heißet hier Schmerz.

Hier ſtrecket der wallende Pilger die matten Brennenden Glieder im ſäuſelnden Schatten, Leget die Buͤrde auf ewig dahin—

Seine Sichel entfällt hier dem Schnitter, Eingeſungen vom Harfengezitter, Träumt er, geſchnittene Halme zu ſehn.

Deſſen Fahne Donnerſtuͤrme wallte, Deſſen Ohren Mordgebruͤll umhallte, Berge bebten unter deſſen Donnergang, Schläft hier linde bei des Baches Rieſeln, Der wie Silber ſpielet uͤber Kieſeln; Ihm verhallet wilder Speere Klang.

Hier umarmen ſich getreue Gatten,

Kuͤſſen ſich auf gruͤnen ſammtnen Matten, Liebgekost vom Balſam-Weſt;

Ihre Krone findet hier die Liebe:

Sicher vor des Todes ſtrengem Hiebe, Feiert ſie ein ewig Hochzeitfeſt.