Teil eines Werkes 
5. Theil (1839) Das Volk ohne Magen / Romane von Leopold Schefer
Entstehung
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Türken gekleideten Männer, die hier in einer Hafenſtadt gegen ein reiches Stück Geld leicht aufzu treiben waren, vorn heraufſtiegen, ſprang ich flüchtig in das andere ſtille Boot hinab es ſtieß ab, es fuhr wie Pfeil, und landete weit von dem Schiffe drunten. Ich fand mein Pferd, unſern Diener mit meinen Sachen, und in gro⸗ ßem Bogen ritt ich langſam draußen um die Stadt, und dann, ohne Weg und Steg zu wiſ⸗ ſen, ſo ſchnell es die Nacht erlaubte, in der Ge⸗ gend von Tſchesmé, das ich wenig verfehlt hatte, denn am andern Morgen ſah ich es drunten am Meere mir rechts liegen, war dort geborgen, ver⸗ barg mich dort, und konnte jeden Augenblick ir im kleinſten Kaik hinüber nach Chio!

Doch mich beſtürzte, je länger je mehr mein Freund kam nicht! den zweiten, den dritten, den neunten Tag nicht! Ich war mit Grund in der äußerſten Sorge um ihn.

Da kam am zehnten Tage der Lykos. Ich durfte nicht fragen, ich ſahe ſeinem Geſicht das Unglück an. Der harte, wilde Menſch ſogar trocknete ſich ſeine Augen. Dann trat er keck auf mich zu, und ſagte mir offen:Deinetwegen komme ich nicht! Und damit Du Alles weißt, wenn es Dein alberner Kopf und Sinn ja noch