Teil eines Werkes 
5. Theil (1839) Das Volk ohne Magen / Romane von Leopold Schefer
Entstehung
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melweitem die Schönſte ſei, mit düſterem Ernſt den Blick zu Boden ſchlug. Wer würde nur vor dem gemalten Bilde einer ſolchen Jungfrau nicht ſtehen bleiben? Welche Augen müßten nur an einem ſolchen Marmorbilde nicht haften! Das läugne ſch nicht— das war mein Fehler, mein einziger, langer, der ſogleich ſeine Folge und ſei⸗ nen Erfolg hatte. Denn meine Ueberraſchung und Befangung oder Gefangennehmung von der immer bläſſer, immer düſterer werdenden Geſtalt, vermehrte ſich, als Demeter ſie an der kaum vor⸗ ragenden Hand ergriff, ſie mit voller, ſicherer Gewalt eines hieſigen Hausherrn zu mir herüber⸗ zog und ſprach:„Ich ſehe ſchon! Alſo Erina, Du biſt ſein, ſo lange er hier iſt. Diene ihm wohl! Und Du, Gaſt, ſei dankbar durch Freund⸗ lichkeit!“— Erina glühte roſig im Antlitze bis an die glänzende Stirn.

Ich hatte Moreto's„Donna Diana“ ge⸗ ſehen und ging, wie ich meinte, hier jetzt nur in ein ähnliches Spiel ein, wie ihr Anbeter. Ich habe immer ſehr nützlich gefunden, wo ſie doch zuletzt nöthig waren, Geſchenke zu Anfange gleich zu geben. In fremden, ſehr vornehmen Häuſern war ich dadurch beſſer bedient, als ſel⸗ ber der Hausherr; und auch nobler iſt das Be⸗