Teil eines Werkes 
5. Theil (1839) Das Volk ohne Magen / Romane von Leopold Schefer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

chen wie Schwalben dahin, und kommt dann der Sturm und ſieht ſich um weg ſind ſie im Hafen! Der Sturm mag ſich vielleicht auch darüber aͤrgern, aber Aergerniß der argen Her⸗ ren, wie Herr Wind, iſt gut und zum Heil. Ueber mich aber hatte er Freude, große Freude, denn ich fuhr auf einer Seereiſe im ſtillen Ocean, wenigſtens auf drei Monat vom Hafen von Lima Callao de Lima aus, und wollte in den indiſchen Archipel, nach Japan u. ſ. w.

Wir fuhren getroſt und ich mit allem mir Nothwendigen, allen theuerſten Delicateſſen Süd⸗ amerika's reichlich verſchen; was mich nicht ge⸗ nirt, wenn auch die Bewohner meiner Beſitzun⸗ gen; denn laut meinen faſt komiſchen Nebenti⸗ teln bin ich auch: Duque de los Reales, San- zillos, 7 Ducados, y Pistolas, oder auf Deutſch etwa: Herzog der Zwanzigkreuzer und Gulden, Ducaten und Louisd'or; und ich war ſtets ihr tüchtiger Herzog! und führte meine gelaſſenen Untergebenen ſchonungslos in den kleinen Krieg mit der ganzen Welt, ja wirklich, oft wirklich ſpielend zur Schlachtbank. Ich vermißte alſo Nichts, was zum täglichen Brod gehört; und zu meinem täglichen Brode gehörte ſehr viel; denn ich konnte und wollte mir nichts verſagen,