— 27—
Elephanten, Engeln und Kaiſern, veder Mahmud, Franz oder Nicolai hatte ſich noch geruͤhrt und ſich wit⸗ tern laſſen. Alſo auf gut Gluͤck— der Engel! Siehe da daͤuchte ihm, als ſchwebe der Engel ſchon herein mit einer— Banknote. Er ſahe die lieb⸗ liche Geſtalt an. Ja, es war die ſchoͤne morgenlaͤn⸗ diſche Tracht! es war das himmliſche Geſicht! das Auge, das, wie an der Sonne angezuͤndet, brannte! und doch die ſanfte Blaͤſſe auf dem Antlitz wie Licht, ohne Tag, ohne den leiſeſten Dammer der Morgen⸗ roͤthe! Aber jetzt brach Roſengluth wie aus Wolken auf ihren Wangen hervor, die erdbeerrothen Lippen ſchloſſen ſich gepreßt, und die ſchwarzen Augen ſtanden auf ihn geheftet, wie große ſchwarze blitzende Corallen, und vergingen ihr, und das Maͤdchen erſchien und war abweſend— ob ſie zugleich auch ſo himmliſch gegenwaͤrtig war, und kaum drei Schritt vor ihm ſchweigend, und wie nicht die irdiſche Luft des Aethers zum Daſein beduͤrfend, vor ihm ſtand. Das Blatt entfiel ihrer Hand; er buͤckte ſich und hob es auf. Er ſah, es war noch naß und hielt es. Als er aber wieder auf die ſchoͤne junge Geſtalt ſahe, da war ſie verwandelt, und eine ganz Andre. Sie lächelte; uͤber ſich, oder uͤber ihn. Sie kuͤßte ihre roſigen Fingerſpitzen und legte die Hand auf das Herz, um ihn zu begruͤßen. Sie deutete ihm, zu leſen, ſich zu ſetzen! So lange ſtand ſie; dann ging ſie ſelber


