Schon an der Thuͤr ſprach ſie vergnuͤgt: Nun kann ich doch fur die Krone ein gutes Mittagseſſen zu Abend beſorgen! Denn Ihre Beſuchsguinee darf nicht angeriſſen werden! Die wird mit einem Stuͤck Brot und Rhabarber in irgend ein Stuͤck von einem Kran⸗ ken eingewickelt und vor der Hand noch in die leere Caſſe gelegt. Da hat man immer Geld! da giebt es immer Kranke, die Gott ſei Dank nie ausſterben! Und ja das Rezept— wie der General die Marſchordre ſchreibt, huͤbſch eilig geſchrieben, und etwas arabiſch, ſo, daß es kaum die ganze zuſammengelaufene Apotheke
zuſammenbringt, und gleich nach zwei, drei Fragen an den Kranken ohne langes Sumiliren; und huͤbſch theuere
Medicin! denn was nur einen Penny koſtet, dazu hat kaum ein Armer Zutrauen, geſchweige ein Reicher; denn in der Krankheit glaubt Jeder eine große Anſtren⸗ gung, ein großes Opfer Gott und den Menſchen brin⸗
gen zu muͤſſen, alſo auch dem Doctor und Apotheker.
Das macht die Suͤnde in dem Kranken, die Reue, die Schwäche an Kraft und Verſtand, ſagte My⸗ doctor.
Schon gut, ſchon gut; ſprach er, die Thuͤr offnend, und das Stoßgebet der jungen Doctoren betend, die zu ihrem erſten offiziellen und offizinellen Kranken gehn.
Nun gehn Sie mit Gott! druckte ihm Frau Mill die Hand; mit Gott an ihre Jungfercur! Denn—


