Teil eines Werkes 
3. Band (1832) Die Lebensversicherung
Entstehung
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auch nicht mit auf! Und doch iſt mit bloßen Kunden, das heißt mit armen, noch nichts gethan! Die Wahl muß man haben! ſagte Mydoctor; und wer waͤhlt da nicht lieber die reichen Suͤnder, ſtatt der Armen, die ihre Hinrichtung nicht bezahlen köͤnnen? das ſagte er nur jokkoſe, wie er ſagte. Wenig Kunden und doch viel Geld, war ſein Cymbalum. Damit nun die Herren und Frauen auch Jungfrauen und Junggeſellen Pazzienten ihm Viel bezahlen denn der Kaiſer ſchenét Niemand einen Groſchen, wenn er in Noth kommt, ſondern Louisd'ors zu Hunderten darum ſchien er erſt reich, bis er es ward durch den Schein. Einem reichen Doctor ſchaͤmt ſich ſelber der Aermſte: Wenig zu geben, und giebt lieber gar nichts, weiß ich zu ſa⸗ gen und die Schaam iſt gut, ja ſehr heilſam bei Reichen, die auch billiger wegzukommen denken, aber nicht ſagen, wenn ſie die nach Golde riechende Cur⸗ Pill nicht erſt erwarten. Darum, neuntens, lag in dem großen Vorſal das Silberzeug nur ſo verſtreut! Da ſtuͤrzte ein großes emahlirtes Theebret von Silber, ſchwer, daß mir die Achſeln noch wehthun, wenn ich gedenke, ich trage es noch unter die armen Leute hin⸗ aus und das mußt' ich des Tages vielmal ver⸗ goldete Loͤffel nicht Loͤffelein, prachtvolle Taſſen von China⸗Waare ſtanden in den Ecken auf Roſenholz⸗ trumeaux und buffets; jammerſchade blauſammtene Sofa's fuͤr die Lummel von Kammerdienern und Leſchel von Bedienten; hohe Gardinen von ſchwerem Carmoiſin