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— Gewande, genaß ſie eines xschretteins, die Frucht
ehelich⸗keuſcher Liebe.
Ich, Hylarius, Beichtiger und Haus⸗Caplan, gab dem Kindlein, wegen Krankheit der Frau Her⸗ zogin, in deren Cloſet die Weihe der Chriſtenheit. Rund um ſtanden die hohen Taufzeugen, und als ich das geweihte Waſſer auf des Mägdleins Haupt rie⸗
ſeln ließ, da ſchwebte, wie auf Engels⸗Fittigen ge⸗
tragen, eine im ſonderbar geſtalteten weißen Gewande hohe ſchoͤne Frau, durch den Kreis der ehrerbietig zurücktretenden Pathen, hoͤrte andachtig die heiligen Worte der Meſſe, nahm hierauf das Kindlein aus der erſchrockenen Waͤrterin Arm und legte es ſanft an der Mutter Buſen. Pflege und warte es, ſprach ſie in Harfentoͤnen, der ihrer Helferin, ihrer Troͤſterin zulachelnden, dieſes Kind ſoll nach dem Rachſchluß des Ewigen die Stammmutter eines wüͤrdigen Fuͤr⸗
ſtenhauſes werden. Eine am Buſen prachtvoll bluͤ⸗
hende Roſe legte ſie zu des Kindes Haupte. Bewahre
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en ten Lobgeſang.
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ſie wohl, ſprach ſie zur horchenden Mutter hinge⸗ neigt, bewahre ſie wohl, ſie ſey Dir ein Zeichen,
daß des Schickſals hoͤhere Wcht uͤber Heze Hauſe wachen,
Es war ein guter Geiſt, hatte Pater Hilarius an der Seite angemerkt, denn in Andacht, auf ihre Kniee hingeſunken, hoͤrte ſie den von mir angeſtimm⸗
Zeihne zum Andenken der Wahrheit dieſes auf, ſprach ſje, zu mir gewandt, denn mein Erſcheinen
mit eiuer bluͤhenden Roſe am Buſen, zeigt ſtets ein


