Zeit Fůrſt von Geblůͤt und Fuͤrſt der Kirche war, mit einem Wort auf den einzigen Bourbon, der nicht Ge⸗ fangener der Franzoſen war.
Ihr wißt, daß der Fardinal Don Luis, der Bruder Karls der Dritten, dem reichen Erzbisthum von Toledo entſagte, um mit Genehmigung des Pab⸗ ſtes und des Koͤnigs eine Aragonierin zu heirathen, die ihm einen Sohn und zwei Toͤchter gebar. Die eine von dieſen Toͤchtern ward an den Friedensfuͤr⸗ ſten vermaͤhlt; ſie hat nie Theil an deſſen Verbrechen gehabt und verbirgt jezt den verhaßten Titel, den ſie zu fuͤhren gezwungen worden, unter dem Namen einer Graͤfin von Chinchon. Die andere iſt die Herzogin von San Fernando. Den Geſetzen unſe⸗
rer Monarchie gemaͤß erkennen wir beide blos fuͤr unſeres gleichen. Sie verlangen indeß, daß wir in ihrem Beiſein uns nicht eher ſetzen, als bis ſie uns das Zeichen dazu gegeben, auch haben beide faſt nur mit dem koͤniglichen Hauſe Umgang, und alle Mitt⸗ wochen wird fuͤr ſie an der koͤniglichen Tafel auf dem Schloſſe mitgedeckt. Ihr Bruder, der Kardi⸗ nal von Bourbon, welcher, ſo wie fruͤher ſein Va⸗ ter, Erzbiſchof von Toledo iſt, glaͤnzt ſowohl durch den Schimmer ſeiner Tugenden, als durch den ſeiner Geburt an der Spitze der ſpaniſchen Geiſtlichkeit. Waͤhrend er eine lange Zeit hindurch der juͤngſte,
noch immer aber der reichſte Erzbiſchof der Monar⸗
chie iſt, verraͤth ſein Geſicht die Schuͤchternheit eines Kindes und die unbefangene Herzensreinheit eines Novizen, und ſo verliert ſich die Ehrfurcht, welche
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