Teil eines Werkes 
Vierter Band (1825)
Entstehung
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Mabridber verletzte ſeinen Aberglauben, womit er an ſeinen Gluͤcksſtern zu glauben ſchien. Vielleicht glaubte er wie eine angeſehene Dame behaupten wollte wirklich daran; wenigſtens hatte er alles das gern, was ſeiner Macht ein gewiſſes Gepraͤge von Schickſals beſtimmung zu geben vermochte. Da er nicht das Daͤmmerdunkel und den geheimnißvollen Schleier der Vorzeit fuͤr ſich benutzen konnte, ſo ſuchte er in dem Zuſammentreffen glucklicher Monats⸗ oder Jahrestage, in guͤnſtigen Naturereigniſſen, in ſonderbaren Zufaͤllen, kurz in alle dem, was auf den Volksglauben Eindruck macht, vorbedeutende Zeichen ſeiner hoͤheren Sendung zu finden. Napo⸗ leon, der vielleicht den Mohammed der Araber um die niedere Kulturſtufe ſeiner Nation heneidete, wollte um jeden Preis als der Auserwaͤhlte des Hoͤch⸗ ſten erſcheinen.

Der Kaiſer nahm ſeine Wohnung in einem Luſt⸗ ſchloſſe des Herzogs von Infantado. Chamartin iſt das anſehnlichſte, ich moͤchte faſt ſagen das einzige Wohngebaͤude, das unſere Granden in den Umge⸗ bungen der Hauptſtadt beſitzen. Eure Soldaten konnten ſich nicht genug uͤber die ſchweigende Einoͤde und Nacktheit Kaſtiliens wundern. Sie hatten er⸗ wartet, die Umgegend der erſten Stadt des Reichs durch Doͤrfer belebt und durch Luſtgaͤrten verſchoͤnert zu finden, und trafen bis an ihre Thore eine bloße Einoͤde. Madrid mit ſeinen zahlreichen Kirchthuͤr⸗ men ſtellt ſich den Blicken des Reiſenden wie ein un⸗ geheures Kloſter mitten in der thebaiſchen Wildniß