Dieſe Ereigniſſe machten einen tiefen Eindruck auf uns; wir fuͤhlten, daß das Schickſal der Monarchie daran geknuͤpft war. Don Manuel ſah indeß in ſei⸗ nem Innern, daß er darum auch nicht einen einzigen Feind weniger habe. Domingo freute ſich, daß dem Pluͤnderer Spaniens jezt das Protectorat Napoleons entzogen ſei. Fray Cayetano konnte dem Sir Geor⸗ ges ſeinen geheimen und faſt unterirdiſchen Verkehr mit dem gemeinſamen Feinde nicht verzeihen, und voll Begier, den Friedensfuͤrſten ſo wie auch zu gleicher Zeit das Kabinett von S. James zu zuͤchtigen, ſuchte er von nun an die Blicke Don Ferdinands auf den Pro⸗ tector hinzulenken, welchen Godoy ſo eben abgeſchwo⸗ ren hatte. Blos ſein Abſcheu vor dem neueren Frank⸗ reich hielt ihn noch zuruͤck, und ich, der ich in einer Dazwiſchenkunft der kaiſerlichen Politik eine ſichere Buͤrgſchaft fuͤr innere Reformen bei uns ſah, arbeitete darauf hin, ſeine Vorurtheile zu bekaͤmpfen. Ich ſtellte ihm den Karl den Großen unſeres Jahrhunderts als den Wiederherſteller des Altars und des Thrones dar.„Napoleon,“ ſagte ich,„iſt nicht der Erbe der geſetzgebenden Verſammlung, ſondern der Thron⸗ folger Ludwigs des Vierzehnten.“
Der Prinz von Aſturien wies die verwegenen An⸗ traͤge Don Manuels zuruͤck. Als dieſer Sieg errun⸗ gen war, konnte die Graͤfin kaum die Zeit erwarten, wo ſie ſich wuͤrde aus dem Escurial entfernen koͤnnen. Der Anblick des Hofes, der kalte und ſeltene Verkehr mit dem Comthur, war ihrem Stolz unertraͤglich. Sie dachte darauf, das geräuſchvolle San Lorenzo


