Teil eines Werkes 
Erster Band (1825)
Entstehung
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Literariſche Anzeigen.

In vemſelben Verlage ſind erſchienen und in allen Buchhandlungen Deutſchlands und der Schweiz zu haben:

Memoiren der Frau von Campan. Ueber das Privatleben der Koͤnigin Maria Antvi⸗ nette von Frankreich. Nebſt Erinnerungen und hiſtoriſchen Anekdoten aus der Regie⸗ rung Ludwigs des XIV. XV. XVI. Aus dem Franzoſiſchen treu uͤberſetzt. 3 Bände. gr. 8. 1824. Geheftetet 3 Rthlr. 20 Gr.

Noch in keinem bisher erſchienenen Werke über die franzöſiſche Re⸗ volution, iſt deren Beginn und Fortgang, mit allen ihren Triebfedern und Verzweigungen, ſo klar und ergreifend geſchildert worden, als von der Frau von Campan in ihren Memoiren. Die Goͤttingi⸗ ſchen gelehrten Anzeigen erklären ſie für die wichtigſten und intereſſanteſten Aktenſtücke zur Geſchichte des franzöſiſchen Ho⸗ fes, des hohen Adels und der Partheiungen, welche beide ſtürzten, ja für die am meiſten hiſtoriſch wichtigen unter allen Memoiren, deren in den letzten Jahren ſo viele in Paris erſchienen ſind. Ne⸗ ven dieſer hiſtoriſchen Treue, gewähren ſie zugleich das Intereſſe ei⸗ nes anziehenden und tief erſchütternden Romans, in welchem die unglückliche Königin in aller ihrer Liebenswürdigkeit und Größe, als Hauptfigur eben ſo wahr als treffend dargeſtellt und geſchil⸗ dert iſt. Die Halsbandgeſchichte, früher immer unklar erzählt, gleicht einer merkwürdigen Epiſode, die bedeutſam in die Geſchichte eingreift und Unglück bringend nachwirkt.

Die traurige Endkataſtrophe gewahrt man gleich von vorn herein düſter im Hintergrunde, und ſie gibt der ganzen an ſich ſchon zarten und gemüthvollen Darſtellung, etwas Wehmüthiges, und Lragiſches. Das Ganze iſt faſt dramatiſch gehalten; der Leſer wird durch die klare Anſchaulichkeie in der Darſtenung ſo mit fort⸗