Teil eines Werkes 
Erster Band (1825)
Entstehung
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Mexico, verdankt dies bezaubernde Land nicht etwa blos ſeinen Cordilleren die Wohlthat, alle Zonen in

ſich zu vereinigen. Der Bewohner, wenn er ſich in einer gewiſſen Hoͤhe anſiedelt, ſieht aus der Mitte

der Felſen, die ſeine Wohnung umkraͤnzen, ein zwei⸗.

tes Aſien zu ſeinen Fuͤßen ſich hindehnen, ein zweites Europa umgiebt es, und ein zweites Groͤnland ſteigt uͤber ſeinem Haupte in das Gebiet der Wolken hin⸗ auf. Jede dieſer Gegenden zeigt ſich ſeinen Blicken unter ganz verſchiedenartigen Vegetationsformen; die

Gewaͤſſer, die Waͤlder, die Luͤfte, ſind mit den Be⸗

wohnern aller Klimate bis an die aͤußerſte Scheide⸗ grenze der Fruchtbarkeit hin bevoͤlkert. Jenſeits des Chimboraſſo herrſcht der Kondor; dieſer Koͤnig der

Lfte, der in ſeinem Fluge die entgegengeſetzteſten Zo⸗

nen umfaßt, ſchwingt ſich von dem gluͤhenden Sande der Kuͤſte auf, um an der aͤußerſten Grenze unſerer

Atmoſphaͤre in einer Hohe zu ſchweben, wohin unſere

Luftſchiffer ihm nicht wuͤrden folgen können, gleichſam als ſuchte er durch ſeinen kuͤhnen Auf⸗ ſchwung die heidniſche Allegorie zu rechtfertigen, die

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den Adler dem Gott der ätheriſchen Regionen zum 1

Sinnbilde gab.

Die Hochebenen von Rio Bamba, von Quito und von Peru liegen hoͤher, als die von Anahuac; doch blos den Alpen Suͤdamerika's iſt es von der Natur vergoͤnnt, Anpflanzungen, Staͤdte, und blůͤ⸗ hendeuniverſitaͤten noch in einer Hoͤhe zu tragen, die dem des Pico auf Teneriffa gleichkommt. Da erhe⸗ ben ſich die ſchroffſten Spitzen und die furchtbarſten