Teil eines Werkes 
Erster Band (1825)
Entstehung
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eine ſo heilige Verbindung raubt!“ Hier hielt

Guatimotzila einen Augenblick inne, trocknete ſich die Thraͤnen ab und fuhr dann fort:»Die Furcht blos hat dieſe unmenſchlichen Verordnungen ein⸗ gegeben, blos die Furcht hat um eure Gefilde dieſe traurigen Schranken gezogen, und waͤhrend eure Volkszahl zunimmt, ohne daß euer Grundgebiet ſich erweitert, hat blos der Hunger das Vorrecht, dieſe Schranken zu uͤberſchreiten, und eure Weiber und Kinder vor euern Augen hinzumorden; die Furcht hat euch den Gebrauch der Pferde und der Waffen unterſagt;— nun gut! ihre Furcht ſoll fuͤr uns kein verlorener Wink ſein! Da ſie zit⸗ tern, ſo muͤßt ihr doch ſehr furchtbar ſein!“

Ich verkuͤndige euch im Namen unſerer lieben Frau von Guadalupe* Sieg. Sie iſt in unſerer Mitte geboren, als eine Zeugin unſeres Ungluͤcks liebt und ſchaͤtzt ſie uns, und ſie hat mir befohlen, euch zu melden, daß ſie fuͤr uns kaͤmpfen wird.“

Die Indianer hoͤrten dies an; ſie zweifelten nun nicht mehr in ihrem halb katholiſchen, halb heidni⸗ ſchen Glauben, daß die Tochter des Teoteuctli von Cholula in irgend einem geheimen Verkehr mit dem Himmel ſtehe, und viele folgten ihr nach. Guatimotzila wandte ſich jezt gegen die Straße

*) Ihr Bild fand man in dem Schurz eines Indianers. Unſere liebe Frau de los Remedios, die nach Europa gebracht wor⸗ den iſt, iſt die einzige, welche ihr die Verehrung der Mexica⸗ ner ſtreitig macht; die Europäer ſo wie die uͤbrigen Klaſſen der Einwohner theilen ſich in dieſen zwiefachen Kultus.