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daß ſie die ſchoͤnſte unter den Lochtern des alten Amerikas ſet. Bisweilen war ſogar ihr Bild bis in die Leere ſeines Herzens gedrungen, ſo wie ein Klang aus der Ferne bisweilen auf einen Augen⸗ blick das Schweigen der Einoͤde unterbricht.
Die Ungluͤckliche war allen Qualen einer Leiden⸗ ſchaft preisgegeben, die ſich weder Befriedigung zu verſchaſſen, noch auch ſich zu bezaͤhmen vermag; man ſah, wie ſie allmaͤhlig hinwelkte und verging; der Hauch des Todes ſchien ſie angeweht zu haben.
Das Geruͤcht von dem ausgebrochenen Auf⸗ ſtande richtete endlich ihr niedergeſchlagenes Ge⸗ muͤth wieder etwas auf. Sie glaubte, wenn es
ihr gelaͤnge, dem Vaterlande bedeutende Dienſte zu
leiſten und ihren Namen beruͤhmt zu machen, ſo wuͤrde ſie wenigſtens bei ihrem Tode in Don Cri⸗ ſtoval's Seele das Bedauern zuruͤcklaſſen, daß er ſie nicht beſſer gekannt habe. Sie ging nicht ſo weit, daß ſie vom Schickſal das groͤßte Gluͤck,
daß ſie ſich nur denken konnte, gefordert haͤtte, das
Gluͤck naͤmlich, dereinſt die Gemahlin des Grafen und die Mutter ſeiner Soͤhne zu werden, ihrer Lie⸗ be genuͤgte es ſchon, wenn das Herz des Spaniers ihr Theilnahme geſchenkt und gefuͤhlt haͤtte, daß Guatimotzila ſeiner Liebe nicht unwuͤrdig geweſen. Die Empoͤrer, die in mehreren Treffen geſchla⸗ gen worden waren, hatten ſich an den ufern des Montezuma zerſtreut. Der Aufſtand ſchien bereits wieder erſtickt zu ſein, als ploͤtzlich feindſelige
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