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daß Sie es war, die geſtern von ihrem Bräutigam begleitet, zu mir in mein Palais fuhr, um für ihn das Patent eines Oberlieutenants zu erbitten und dann an ſeinem Arme zu Fuß nach Hauſe zurückkehrte und damit kein Zweifel iſt—“ der Fürſt ſetzte ſich an den Tiſch und warf einige Worte auf einen Bogen —„hier die Ernennung, das Patent kann ſich der Herr Oberlieutenant in einer Stunde ſelbſt holen.“
„O! mein Gott“, rief Lina.
„Welche unverdiente Gnade“, ſtammelte der Offi⸗ zier.
Der Fürſt grüßte huldvoll mit der Hand und entfernte ſich raſch.
„Nun ſoll man nicht an Wunder glauben“, ju⸗ belte Lina,„iſt der Menſch da Oberlieutenant gewor⸗ den im Handumdrehen für ſeine Heldenthaten im Wandſchrank da“, und ſie fiel ihm um den Hals, und die Liebenden ſangen und ſprangen in der Stube um⸗ her, daß Alles, was auf Käſten und Tiſchen ſtand, mitzutanzen begann.
Mitten in die tolle Mette trat der Kaiſer herein. Der Offizier nahm Stellung an den Hoſennäthen.
„Laß Er das ſein, Herr von Planta“, rief der leut⸗ ſelige Monarch,„wir ſind ja unter uns. Ich komme in einer ſchlimmen Angelegenheit, meine liebe Kleine
Sacher-Maſoch, Wiener Hofgeſchichten II. 13


