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„Im Kriege
„Was hilft das, es gibt Andere, die ſich im Bou⸗ doir auszeichnen und einem dann doch vorkommen.“
Die Verſchleierte lachte wieder einmal herzlich.
„Und hat Er ſein Mädel wirklich ſo lieb?“
„Das will ich meinen, es iſt aber auch das beſte Geſchöpf in ganz Wien.“
„Wie heißt die Jungfer?“
„Lina Deckermann.“
„Deckermann!“ rief die Verſchleierte,„Er iſt alſo der Liebhaber, der Nachts in die Rothenthurmſtraße
ſchleicht, in das Haus zum goldenen Fiſch.“
„Nun, was iſt da Unrechtes dabei.“
„Aber wie kommt Er in die Burg?“
„In die Burg?— wenn ich commandirt bin— wie zum Beiſpiel vorgeſtern.“
Die Verſchleierte blieb einen Augenblick ſtehen und lachte wieder.
„Aber Sie ſind ſehr heiter Madame“, ſagte Planta.
„Da iſt Er ſchuld daran“, erwiderte die Unbe⸗ kannte,„wenn er aber das Mädel ſo ſehr liebt und
gute Abſichten hat mit der Deckermann, warum ver⸗
traut Er ſich nicht der Kaiſerin, ſtatt Nachts herum⸗ zuſchleichen, wie ein Vagabund?“


