Teil eines Werkes 
2. Band (1876) Novellen
Entstehung
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deſten. Mein Leben gehört der Kaiſerin, weil ſie eine große Regentin, eine gute Frau, und, was in den Augen eines jungen Lieutenants auch etwas werth iſt, das ſchönſte Weib iſt, das ich geſehen habe.

Meint er?

Unbeſchadet Ihrer Reize, meine Gnädige, muß ich das doch behaupten. Was mir aber von der Kai⸗ ſerin fatal iſt

Fatal? So?

Ja, geradezu unausſtehlich, rief der Lieutenant, das iſt ihre Eiferſucht.

Die Verſchleierte begann herzlich zu lachen.

Verzeihen Sie, aber ich finde das gar nicht lächer⸗ lich, fuhr er fort,denn die ſonſt ſo verſtändige Frau wird durch dieſe Schwäche zu allerhand Unſinn ver⸗ leitet.

Unſinn! rief die Verſchleierte mit einem Tone, der den jungen Offizier beinahe erſchreckte,Er muß zuerſt überlegen und dann ſprechen.

Was iſt da zu überlegen, erwiderte Planta, kann es einen größeren Unſinn geben, als dieſe Keuſchheitscommiſſion, welche nur dazu gut iſt, die anſtändigen Leute zu vexiren und den Hallunken Vor⸗ ſchub zu leiſten?

Den Hallunken?