29 Vaterlandes gezogen habe, werde ich ihn nicht ein— ſtecken, ehe Ihr König ihn nicht einſteckt, ehe Ihr König nicht Raiſon angenommen hat. Mit Gott, Herr Mar⸗
ſchall!“
Damit endete dieſe welthiſtoriſche Unterredung.
„Sind Sie nun mit mir zufrieden, Gräfin?“ fragte der Herzog, nach der Entfernung des Marſchalls raſch in das Innere des Zeltes tretend.
„Sie haben edel geſprochen“, erwiderte die Altan mit einem Blicke voll freudiger Genugthuung,„und groß gehandelt, nun müſſen Sie aber auch Wort hal⸗ ten und den Marſchall ſchlagen.“
„Ich ſehe, Oeſterreich hat eine Diplomativn in mein Lager entſendet, welche dem Abgeſandten Frank⸗ reichs weit überlegen iſt“, rief Marlborough überraſcht, „ich werde mir alle Mühe geben, Gräfin, Ihrem Geiſte jene Erfolge zu verſchaffen, welche demſelben unſtreitig gebühren, aber wir wollen ſehen, ob es mir gelingt, mit dieſen militäriſchen Pedanten fertig zu werden. Wollen Sie vielleicht auch unſerem Kriegsrathe bei⸗ wohnen?“
„Nein, Herzog, ich vertraue Ihnen jetzt“, ſprach die ſchöne Frau,„Sie haben mich beſiegt.“
„O wie glücklich wäre ich, wenn dies der Fall wäre!“ fiel der Herzog ein.


