Teil eines Werkes 
2. Band (1876) Novellen
Entstehung
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lauter Schrei der Freifrau von Willſtorf, welcher allen durch Mark und Bein ging, machte ihn erſt aufmerk⸗ ſam. Schon hatte die letztere die Altan in ihre Arme geſchloſſen und mit einer Emphaſe, welche bei ihr ebenſo komiſch als aufrichtig war, bewillkommt. Nun kamen auch andere Oeſterreicherinnen, die Hadik, die Wratislaw und zuletzt auch die Generalin Rabatin herbei, um die Angekommene zu begrüßen und mit Fragen zu beſtürmen. Man hatte ſich ſeit Wien nicht geſehen und es gab daher viel zu erkundigen und zu erzählen.

Die Gräfin Altan hatte ihre Bauernkleider abge⸗ legt und ſtand jetzt in der geſchmackvollſten Toilette einer vornehmen Modedame aus der Zeit Ludwig XIV. in dem freudig aufgeregtem Kreiſe. Marlborvugh, welcher ſie mit ſeinen Blicken verſchlang, mußte ſich jetzt geſtehen, daß ſie die ſchönſte Frau ſei, die ihm bisher im Leben begegnet, ſie ſtellte nicht allein die Rabatin, welche als die Venus ſeines Lagers galt, ſondern alle gefeierten Damen des engliſchen Hofes tief in Schatten.

Der Herzog befand ſich wieder in nicht geringer Verwirrung, als ſie unbefangen auf ihn zutrat und ihm die baldige Ankunft Eugen's ankündigte.

Du darfſt uns nicht mehr verlaſſen, Altan,

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