Teil eines Werkes 
2. Band (1876) Novellen
Entstehung
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zu dem Liebling der Götter, zu dem Sieger auf dem Felde der Ehre wie im Boudvir ſchöner Frauen machte.

Vor Marlborough ſtand ein kleines, dunkelgeklei⸗ detes Männchen, mit rieſiger Allonge und einem bos⸗ haft feinen Lächeln um die dünnen Lippen, während der erſtere mit unzweideutigem Vergnügen ein Minia⸗ turporträt betrachtete, das ihm der Maler eben über⸗ reicht hatte. Das Männchen hieß Benjamin Wintereich und war ein ſehr geſuchter Künſtler in Aquarell aus München, den Marlborough's leichte Reiter mit an⸗ deren Gefangenen in das Lager gebracht hatten und welchen der Herzog, ein eifriger und geſchmackvoller Beſchützer der Künſte, durch Aufträge, welche er ihm ertheilte und glänzend bezahlte, für die erlittene Angſt und Noth zu entſchädigen ſuchte.

Das kleine Portrait ſtellte die ſchöne Gräfin Ra⸗ batin dar, in einem weißen duftigen Gewande und mit einer gelben Roſe in den blauſchwarzen Locken.

Prächtig! rief der Herzog, nachdem er das kleine Bild lange mit Entzücken angeſehen.ganz wunderbar aufgefaßt und wiedergegeben, für dieſes Bild vermag ich Sie gar nicht zu bezahlen, Monſieur Wintereich. Sehen Sie doch, meine Herren, und bewundern Sie! Während das Bild in der Gruppe der Generale und Offiziere von Hand zu Hand ging, trat der kleine