Teil eines Werkes 
2. Band (1876) Novellen
Entstehung
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die Sonne des heißen Auguſtmorgens goß ihr flüſſiges Gold auf die hüpfenden Wellen der Donau und in die vom Thau blitzenden Kelche der Blumen. Lerchen ſtiegen ſchmetternd aus den von Pferdehufen niederge⸗ tretenen Saaten und auf dem Strohdache eines nahen Bauernhofes, deſſen Bewohner geflüchtet, deſſen Thüren mit Flintenkolben eingeſchlagen waren, klapperte ein Storch wie im tiefſten Frieden.. Ebenſo unbeſorgt und fröhlich zeigte ſich eine Gruppe von Herren und Damen, welche auf einem kleinen grünen Hügel im Graſe lagerte und deren helles ausgelaſſenes Gelächter ſich von Zeit zu Zeit gar ſelt⸗ ſam mit den kriegeriſchen Signalen und den Flüchen der auf der nahen Heerſtraße mit Weib, Kind und Vieh fliehenden Landleute vermiſchte. Die ganze vor⸗ nehm ausſehende Geſellſchaft ſchien ſich hier mitten zwiſchen den kämpfenden Parteien zu Scherz und Spiel zuſammengefunden zu haben, denn in einer kleinen Ent⸗ fernung ſtanden ihre Pferde an ein paar verkrüppelte Weidenbäume gebunden, und wenn die Damen in ihrer, damals ausſchließlich von Paris aus di tirteeleganten Toilette ſich in nichts Weſentlichem unterſchieden, ſo ſah man an den Herren dafür das bunteſte von Uniformen aus aller Herren Länder. Neben dem grellrothen goldſtrotzenden Rock der