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Kopfe, auf ſeinen Rohrſtock geſtützt, die Huldigung der Großen des Reiches, des Senates, der Synode, der Miniſter und Generale ſowie der Behörden. Aus dem Thronſaale begab ſich hierauf das kaiſerliche Paar in die Hofkapelle, wo der Staatsrath Wolkow, wie es üblich war, das Manifeſt verlas, mit dem Peter III. ſeinen Regierungsantritt begleitete. Er nannte ſich in demſelben den einzig wahren und rechtmäßigen Erben des ruſſiſchen Kaiſerthrones und verhieß„in allen Stücken in die Fußtapfen des weiſen Monarchen, ſei⸗ nes Großvaters, Peters des Großen, zu treten, und ſolchergeſtalt das Wohl ſeiner Unterthanen noch mehr emporzubringen.“
Der Erzbiſchof von Nowgorod, Setſchin, erwiderte hierauf mit großer Salbung:„Kaiſer Peter Feodoro⸗ witſch, Ebenbild Peters des Großen, ſowol dem Na— men als auch der That nach, wir bringen Dir, was ſchon Dein Eigen iſt. Beſteige den ſouverainen erbli⸗ chen Thron Deiner Vorfahren, der Dir bereits im Jahre 1742 durch unſeren Eid erblich verſichert wor⸗ den iſt, und deſſen rechtmäßigen Beſitz Europa und Aſien Dir zuerkannt.“ Nach einem feierlichen Gottes⸗ dienſte folgte die Eidesleiſtung der Truppen, unter Commando des General⸗Feldmarſchalls Fürſten Tru⸗ betzkoi. Die Leibeompagnie war im großen Saale


