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Thurm von Babel zu entſtehen, dort glaubte man die hängenden Gärten der Semiramis aufblühen zu ſehen.
Die Czarin Katharina II. hatte indeß mit einem großen Gefolge, in dem ſich auch die Geſandten ſämmtlicher europäiſcher Mächte befanden, Petersburg verlaſſen und den Weg nach Kiew eingeſchlagen. Nicht weniger als fünfhundertundſechzig Pferde mußten auf jeder Station bereit gehalten werden, um dieſe unerhörte Reiſegeſellſchaft weiter befördern zu können. In Kiew machte die mächtige Gebieterin in Europa und Aſien Halt. Die Weiterreiſe ſollte auf dem Dniepr gemacht werden und noch hielt das Eis die
Fluthen deſſelben gefangen. Die Czarin hielt in der
alten Czarenſtadt durch einige Monate ihr Hoflager, ein Feſt folgte dem andern, die ruſſiſch gefinnten Po⸗ len Branizki, Lubomirski, Sapieha, Potozki kamen hier⸗
her, um ihr zu huldigen.
Endlich machte der Frühling Potemkin's grüne Waſſerſtraße frei und Katharina II. konnte ſich mit ihrem Gefolge auf fünfzig Galeeren einſchiffen und den
Strom hinabrudern.
Ein wunderbares Schauſpiel entfaltete ſich jetzt längs beider Ufer vor den Augen der Czarin und ihrer ſtaunenden Begleiter. Wo die Gegner Potemkin's,


