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Jadwiga ſank vor der Kaiſerin nieder und küßte ihre Hände.
„Im Nebenzimmer warten Deine Eltern“,
die Kaiſerin fort,„rufe ſie herein!“ Jadwiga ge⸗ horchte.
„Mein lieber Niewelinski“, ſprach die Kaiſerin zu dem in Thränen gebadeten Vater,„Ihre Tochter hat ſo außerordentliche Verdienſte um mich, daß ich dieſelben auch auf außerordentliche Weiſe be⸗ lohnen muß. Ein gewiſſer Samarin hat ſich in dieſer ſelben Nacht als ein beſonders muthiger, um⸗ ſichtiger und treuer Officier gezeigt, ich habe ihn zum Oberſten der Garde ernannt und ihm den Georgs⸗ orden verliehen, und um Beide auf ungewöhnliche Weiſe zu belohnen, habe ich beſchloſſen, ſie miteinan⸗ der zu vermählen, weil dieſe beiden edlen, treuen und muthigen Herzen einander werth ſind und ein Geſchlecht von Treuen und von Helden begründen werden. Ich hoffe, Ihre Tochter und Sie, mein lieber Niewelinski, haben nichts dagegen.“
Jadwiga brach vor Freude in Schluchzen aus.
Nachdem ihre Eltern ſich mit der Verbindung ein⸗
verſtanden erklärt hatten, befahl Katharina, Samarin vorzurufen.
Sacher⸗Maſoch, Ruſſiſche Hofgeſchichten. I. 16


