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Salizische Geschichten : Novellen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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Oper, ſah ich meinen Freund Manwed unerwartet wieder. Man gab Robert den Teufel. Ich hatte das Haus verlaſſen, während noch Bertram und Alice um ſeine Seele kämpften. Von einem Diener in blauer Koſakentracht herbegerufen, fuhr ein Cvupée vor mitzwei wilden Rappen beſpannt, unker deren Hufen Funken hervorſtiebten. Ich blieb ſtehen und ſah ein vorneh⸗ mes Paar an mir vorüber kommen.

Es war Manwed, der eine Dame am Arme führte

Er war ſchwarz gekleidet, fahl wie ein Todter, tiefe Schatten lagerten unter ſeinen düſter glühenden Augen, ſein Haar hing in die Stirne herab. Die Dame war von majeſtätiſchem Wuchſe, ich ſah nur ihr edles ſchönes Profil und ſah, daß ſie ſehr bleich war, um ihren Marmorhals ſpielten goldrothe Locken. Sie war in einen koſtbaren Shwal gewickelt, ſchien aber trotz⸗ dem ſehr zu frieren.

Manwed's Blick ſtreifte mich wie etwa eine Säule oder eine todte Wand. Er erkannte mich nicht.

Zu rechter Zeit kam ein Pariſer Freund, ein Maler, der alle ſchönen Frauen kennt.

Wer iſt ſie? fragte ich leiſe.

Eine polniſche Fürſtin Tartakowska, lautete

die Antwort. Sacher-Maſoch, Galiziſche Geſchichten. I. 17