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„Dort, die weiße Frau, die auf ſchwarzem Pferde dahin ſprengt.“
Es war jene Zeit der Dämmerung, welche düſte⸗ rer iſt als die vollkommene Nacht, ich ſtrengte meine Augen an, ohne etwas entdecken zu können. Er gab ſich endlich zufrieden. Wir kamen in ſeinem Hofe an, ſtiegen ab, und ſaßen dann in ſeinem kleinen behag⸗ lichen Rauchzimmer bei dem großen Kamin, deſſen ſtar⸗ kes rothes Feuer zugleich für Beleuchtung ſorgte. Der alte Bediente füllte den Samowar mit glühenden Kohlen. Keiner von uns beiden hatte Luſt zu ſprechen. Unter dem Divan ſtöhnte der gelbe Jagdhund auf, er ſchien zu träumen, die maſſive Uhr, deren geſchnitztes Holzgehäuſe ſich wie ein Thurm von der Diele faſt bis zum Plafond erhob, hielt ihren eintönig ernſten Sermon. Eine Motte hatte ſich aus der ſchadhaften Polſterung des Lehnſtuhles erhoben in dem ich ſaß und umkreiſte lautlos den Samowar.
„Was war das?“ fragte plötzlich Manwed.
„Ich habe nichts gehört.“
„Aber jetzt—“
In der That klopfte es leiſe an die Fenſterſchei⸗ ben, welche von Eisblumen, die großen Brüſſeler Spitzen glichen, verdeckt waren.
„Nun, ſiehſt Du auch diesmal nichts?“ fragte
Sacher-Maſoch, Galiziſche Geſchichten. I. 16


