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Das arme Mädchen ſtreckte gleich beide Hände aus und Manwed ergriff ſie mit aller Begeiſterung eines Verliebten ja er machte eine Bewegung als wollte er ſeine Braut küſſen, in demſelben Augenblick wurde er aber bleich und ſtarr wie ein Todter, ſein Blick blieb entſetzt an der leeren Luft haften, und endlich wankte er nach rückwärts und ſchrie auf:
„Was willſt Du? Weshalb Prohſt Du mir?“
„Was haben Sie?“ fragte Aniela erſchreckt.
„Dort ſteht ſie“, fuhr er fort,„zwiſchen mir und Ihnen, die todte ſteinerne Frau, ſie hat meinen Ring am Finger und mahnt mich. Und jetzt ſchwebt ſie zur Thür hinaus, dort, dort, und ſie winkt mir.“
Zu rechter Zeit ſtand wieder Maurizi in einem weißen Mantel wie der Gouverneur in Don Juan da. Ein Angſtſchrei durchzitterte das Zimmer, Aniela ſchlug die Hände vor das Geſicht und Manwed ſank auf einen Seſſel.
„Ich bin ſehr erſchrocken“, begann Maurizi, am ganzen Leibe bebend.
„Können Sie denn nicht eintreten wie ein ande⸗ rer Menſch“, grollte der alte Herr.
„Sie ſind krank“, ſagte der Adjunkt zu Man⸗ wed,„vielleicht iſt ein Nervenfieber in Anzug. Suchen


